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Meeresbrandung rauscht farbenfroh über die Wände


Foto(akü): Kunst im Bau: Die Schülerinnen des Kunstleistungskures am Gymnasium Soltau mit Kursleiterin Susanne Streif (5. von links), Ideengeberin Natascha Van Loenhout (vorn, 3. von rechts) und Organisatorin Thu-Thuy Pham (vorn, 4. von links) vor dem Wandgemälde.

Böhme-Zeitung vom 25.02.2017

Außerschulisches Projekt am Soltauer
Gymnasium sorgt für fantasievollen
Ausflug in die Karibik

VON ANDREE KÜSEL

Soltau. Individualität ist in Lehranstalten früherer Art nicht unbedingt das Ziel bei der Ausbildung junger Menschen gewesen. Heraklits Worte „Lehren heißt, ein Feuer entfachen, und nicht, einen leeren Eimer füllen“ wurden lange nicht beachtet. Das hat sich geändert. Jeder soll nach seinen Fähigkeiten gefördert werden. Ein gutes Beispiel zeigt sich am Gymnasium Soltau. Dort haben Schülervertretung und Mitglieder des Kunstkurses der Jahrgänge 11 und 12 auf hohem Niveau einen Flur im Obergeschoss des Hauptgebäudes in eine Fantasielandschaft verwandelt und ihre individuellen Fähigkeiten zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt.

Natascha Van Loenhout war von Anfang an die treibende Kraft, hat die Idee einer Unterwasserwelt entwickelt und sämtliche Vorskizzen angefertigt. Nach diesen Skizzen haben die Schülerinnen des Kunstleistungskurses in ihrer Freizeit das große Wandgemälde angefertigt. Es zeigt eine Szene mit aquatischen Lebensformen wie Hai, Oktopus, Krebsen, Quallen und weiteren Meerestieren. Am Land darüber läuft ein Elefant mit hoch erhobenem Rüssel, in einer Höhle eine Beuteszene. Dazu kommen Piratenschiff und fliegender Drache als Remineszens an Fantasyfilme.

Individuelle Fähigkeiten in Werkschau

Das Projekt gipfelte am Donnerstagnachmittag in einer Kunstausstellung des Leistungskurses, in der die Schülerinnen ihre individuellen Fähigkeiten zur Schau stellten.

Schülersprecherin Thu-Thuy Pham hat die Organisation übernommen und ist Ansprechpartnerin für das gesamte Projekt. Kursleiterin Susanne Streif unterstütze rat- und tatkräftig. Der Förderverein der Schule hat die Materialen vorfinanziert, ein Vater einer Schülerin hat sie organisiert. Durch den Verkauf von Bildern und Spendeneinnahmen bei der Vernissage soll das Geld zusammenkommen. Für Spender haben sich die Schülerinnen einen besonderen Kunstservice ausgedacht. Ab einer bestimmten Summe fertigt der Kurs ein individuelles Gemälde an.

Schulleiter Volker Wrigge war voll des Lobes für das Engagement. Er freute sich über die Belebung des Gebäudebereichs, der zwar nach der guten Renovierung in frischer Farbe erstrahlte, aber in grau, und davon zuviel. Kursleiterin Susanne Streif meinte, dass sich in der Vielfalt der Motive des Wandgemäldes die Vielfalt der Schüler widerspiegele. Natascha Van Loenhout habe den wertvollen Grund gelegt. „Und die Schüler haben alles untereinander vorbildlich geregelt.“

Eigentlich sollte das Gemälde ins Treppenhaus

Eigentlich wollten die Schülerinnen das Treppenhaus mit dem Gemälde schmücken, weil insbesondere das Motiv Tiefe gepasst hätte. Aber Versicherungsgründe hätten die Neuorientierung nötig gemacht, so Streif. Van Loenhout berichtete den Besuchern der Vernissage über den langwierigen Arbeitsprozess, bevor die Gäste bei Kaffee und Kuchen den Rundgang durch die Ausstellung antraten. Jakob Röders und Talisa Kloss hatten für die untermalende Musik gesorgt.

 




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