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Nach 50 Jahren ist der Filz ziemlich abgespielt


Bevor der Chor unter Leitung von Friederike Sinagowitz mit der Probe für das Benefizkonzert beginnt, erläutert (von links) Tilman Förster Schulleiter Volker Wrigge und André Pannier von der Volksbank Lüneburger Heide, was am Flügel erneuert werden muss. Foto: wu


Böhme-Zeitung vom 05.04.2017:

 

Förderverein des Soltauer Gymnasiums
sammelt Spenden für Flügelreparatur, und
Schüler organisieren ein Benefizkonzert


Soltau. Tilmann Förster beugt sich über den Flügel und drückt kraftvoll auf die Tasten. Der Musiklehrer hört sofort, was an dem wertvollen Instrument nicht stimmt. „Das klingt weich und gedämpft, der Klang ist zu labbrig“, sagt er. Das ungeschulte Ohr nehme das noch nicht unbedingt wahr, „aber das ist nicht der Klang, nicht die Brillanz, die man von einem Steinway gewohnt ist“.

Dann blickt Förster in das Innenleben des Flügels in der Aula des Soltauer Gymnasiums. Er sieht sofort, was nicht in Ordnung ist: „Die Hammerköpfe sind kaputt“, sagt Förster und zeigt auf den Filzbelag: Da sieht man deutlich Rillen – die Saiten haben sich eingezeichnet.

„Der Filz ist runtergespielt, das muss erneuert werden.“ Genau das will das Soltauer Gymnasium auch machen – und sammelt Spenden für die Reparatur, die nach fast 50 Jahren Dauerbenutzung fällig ist.

1969 hat der Förderverein den Flügel für die neu gebaute Aula angeschafft. „Eine Entscheidung mit Weitblick“, sagt Schulleiter Volker Wrigge. Er kann sich die Aula ohne den Flügel der renommierten Firma Steinway & Sons nicht vorstellen.

„Eine Reparatur von mehreren Wochen“
Volker Wrigge, Schulleiter

Als er selbst ins Gymnasium eingeschult wurde, war der Flügel ebenso im Einsatz wie bei seiner Abifeier — und später in seiner Zeit als Lehrer und jetzt als Oberstudiendirektor. Was das Instrument vor knapp 50 Jahren gekostet hat, ist nicht bekannt. „Aber er hat heute einen Zeitwert von 60 000 bis 80 000 Euro, sagt Wrigge.

Doch nicht nur das Gymnasium nutzt den Flügel, bei Veranstaltungen wurde er gespielt, bei unzähligen Konzerten. Außerdem fand dort vor wenigen Tagen das erste fachpraktische Abitur statt: Fünf Schüler des ersten Musik-Leistungskurses am Gymnasium haben dort ihre Prüfung abgelegt.

Der Förderverein will den Flügel im Sommer von einem Klavierbauer in Barsinghausen wieder auf Vordermann bringen lassen. „Das ist eine Reparatur von mehreren Wochen“, sagt Wrigge. 7000 Euro sind dafür veranschlagt, jeweils 2500 Euro hat die Schule bereits von einem Spender aus der Elternschaft, der ungenannt bleiben möchte, und von der Volksbank Lüneburger Heide erhalten. Den Rest sammelt der Förderverein und wollen die Jugendlichen des Gymnasiums selbst erspielen. Dazu gestalten sie am 20. Juni ab 19 Uhr ein Benefizkonzert in der Aula.

Musik, das ist eines der Aushängeschilder des Gymnasiums. Sechs Musiklehrer unterrichten am Gymnasium, das zudem mit der Heidekreis-Musikschule kooperiert. Gut ein Viertel der 940 Schüler ist über den regulären Unterricht hinaus in den verschiedenen Gruppen musikalisch engagiert. Spenden für den Flügel – und die Musikarbeit allgemein – erbittet der Förderverein des Gymnasiums auf das Spendenkonto DE25 2585 1660 0000 1066 09. wu

 




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