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Erfinderclub




Kinder basteln Spiel der Zukunft


Erster Abschnitt des gemeinsamen Projektes der Stiftung Spiel und des Erfinderclubs


Böhme-Zeitung vom 13.01.2010:
at Soltau. Knöpfe, Stifte, Kronkorken, Würfel mit nichts drauf, Wolle und Pappe. Malte, Ayleen, Lennard, Joshua, Marcel, Lena und Leon müssen nicht lange nachdenken, was daraus werden soll. In ihren Köpfen hat sich jeder schon Ideen zurechtgelegt. Ein Spiel soll es werden, eines das möglicherweise sogar die Zukunft revolutionieren wird. Kaum liegt alles auf dem Tisch, malen und basteln die Kinder eifrig drauf los. An einem dafür prädestinierten Ort rauchten gestern Abend die Köpfe der kleinen und größeren Erfinder: Im Spielzeugmuseum Soltau haben sich die 16 Mädchen und Jungen des August-Wöhler-Signo-Erfinderclubs in Gruppen aufgeteilt. Sie kommen vom Gymnasium und aus den Grundschulen. „Es kann sein, dass der Erfinderclub hier auch wirklich was erfindet“, sagt stolz ihr Chef, Gymnasiallehrer Werner Reithmeier. 
Im November vergangenen Jahresgewann das Spiel-Projekt, das die Soltauer Stiftung Spiel initiiert hat, an Fahrt. Da erhielt es den Förderpreis für Museumspädagogik der VGH-Stiftung. 3500 Euro gibt es dafür. Damit war der Weg frei für die Umsetzung. Dabei soll es nicht nur um historische Spiele oder um das Entwickeln neuer Spiele gehen, erläutert Stefanie Kautz vom Spielzeugmuseum. Vor allem neue technische Möglichkeiten sollen bei der Entwicklung berücksichtigt werden. Deshalb nimmt das Spielzeugmuseum Kontakt zur Arbeitsgruppe Digitale Medien in der Bildung (dimeb) der Universität Bremen auf. Die Arbeitsgruppe bietet sogenannte Technologieworkshops an. Doch zunächst ging es gestern um das Kennenlernen von Spielen, um Lieblingsspiele – sowohl historische als auch solche für den Computer. Dafür waren auch die Senioren von Haus Zuflucht zu Gast im Spielzeugmuseum. Ohne Scheu erzählten sich Jung und Alt ihre Ansichten zum Thema. Die einen mögen vor allem Partien im Familien- und Freundeskreis, die anderen sitzen lieber alleine vor dem Computer. Im Anschluss erkundeten die Erfinderclubmitglieder das Spielzeugmuseum und holten sich zusätzliche Anregungen zu ihren eigenen Ideen.
Und dann geht es ans Ausprobieren und Aufmalen. „Da oben ist der Start“, erklärt Leon seinen Plan. Er zeichnet eine Handelslinie auf, Piratennester erscheinen auf seinem Spielplan. In der Gruppe A malt Malte eifrig an seiner Idee. Auf seinem Plan entstehen Mauern, die sich später im Spiel-Prototyp bewegen lassen sollen, auch einen Bösen soll es geben, der den vier jeweiligen Spielfiguren gefährlich werden soll. In der kommenden Woche sollen die Ideen auf Herz und Nieren getestet werden. Dann kommen wieder die Senioren vom Haus Zuflucht ins Spiel. Denn dort soll das ganze stattfinden.Und Freitag, 22. Januar, bis Sonntag, 24. Januar, steht dann der Technologieworkshops im Gymnasium auf dem Programm. Per Sensoren, Wärme, Schalter oder Magnet sollen einige der Spielideen ihren letzten Schliff erhalten.

 



 

Geschrieben von: Bau am 14.01.2010   |  Wertung  

 

 

     

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